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Depressionen

Depressionen äußern sich auf ganz unterschiedliche Weise. Es wird zwischen den Haupt- und den Nebensymptomen unterschieden. Die Beschwerden müssen mindestens zwei Wochen zum Großteil der Zeit vorhanden gewesen sein. 

Hauptsymptome

Verlust von Interesse und Freude

Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit

Verminderter Antrieb, keine Kraft, keine Motivation

Nebensymptome

Gedanken

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  • Grübeln
  • Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit
  • "Ich schaffe das nicht...", "Ich bin ein Versager...", "Ich kann nichts..."
  • suizidale Gedanken 
  • negative Zukunftsgedanken

Körper

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  • Ermüdung
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • innere Unruhe
  • Appetitverlust oder Appetitsteigerung
  • Verlust des sexuellen Interesses

Verhalten

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  • keine Freunde mehr treffen, sozialer Rückzug
  • sich nichts mehr zutrauen
  • keine Entscheidungen mehr treffen
  • ganzen Tag im Bett bleiben
  • Haushalt vernachlässigen
  • Erscheinung der eigenen Person vernachlässigen
  • keine Kraft auf Arbeit zu gehen

Ursachen von Depressionen

Bei der Entstehung einer Depression wirken verschiedene Faktoren zusammen. Manchmal gelingt es den Patienten, ein konkretes Ereignis auszumachen, was den Beginn einer depressiven Episode ausgelöst hat, gleichzeitig gibt es viele Betroffene,  die keinen konkreten Auslöser benennen können. In der Therapie gehen wir von einem so  genannten "Vulnerabilitäts-Stress-Modell" aus. Der Begriff "Vulnerabilität" (lat. Vulnus = Wunde) bezeichnet in dem Fall eine Verwundbarkeit bzw. eine Anfälligkeit. 

Vulnerabilitätsfaktoren

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  • erbliche Faktoren (d. h. psychische Erkrankungen sind bereits in der Familie aufgetreten)
  • frühe Verlusterfahrungen in der Kindheit (Tod, Trennung etc.)
  • Persönlichkeitsaspekte (z. B. Perfektionismus)
  • vorhandene chronische Erkrankungen, die schon in jungen Jahren begannen

Stressfaktoren

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  • Probleme am Arbeitsplatz (Mobbing, Arbeitsüberlastung, Überforderung aber auch Unterforderung, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes, ...)
  • Partnerschaftsprobleme 
  • Probleme mit der Kindererziehung
  • Pflege von Angehörigen 
  • Verlustereignisse (Tod von Familienangehörigen, Trennungen, Arbeitslosigkeit, Umzüge, Auszug der Kinder, ...)
  • körperliche Grunderkrankung 
  • wenig bis keine sozialen Kontakte

Zusammenwirken oder "Das Boot auf dem Meer"

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Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Boot und fahren über das Meer. Das Boot in dem Sie fahren ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche Boote sind relativ stabil und gut gebaut, ohne Löcher oder morsche Bretter (=geringe Vulnerabilität). Andere Boote haben einige Lecks und Schwachstellen (hohe Vulnerabilität). Das Meer stellt hierbei das Leben und der Wellengang die Herausforderungen dar, denen wir uns stellen müssen (= Stressfaktoren). Gleichzeitig haben Sie auch noch einen Eimer an Bord. Dieser Eimer entspricht den Ressourcen, die Sie mitbringen. Ein kleiner Eimer steht für kleine Ressourcen, ein großer Eimer für viele und große Ressourcen. Mit dem Eimer können Sie, falls es notwendig ist, Wasser aus Ihrem Boot schöpfen. Wenn Sie über ruhiges Meer fahren, dann ist es nicht so schlimm, wenn ihr Boot ein paar Schwachstellen aufweist. Sie werden auch mit einem kleinen Eimer ein wenig Wasser, dass eindringt abschöpfen können. Sobald der Wellengang allerdings größer wird (d. h. Stressfaktoren hinzukommen) werden Sie sehr schnell überfordert sein, mit all dem Wasser, dass in Ihr Boot schwappt. Auch mit einem großen Eimer wird es Ihnen nicht mehr gelingen ihr Boot zu leeren. Das ist der Punkt an dem wir davon sprechen, dass die "Krankheitsschwelle" überschritten ist und sich eine Depression ausbildet. 

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